Was ist Rehabilitationssport?

Rehabilitationssport nach § 44 SGB IX ist eine
ergänzende Maßnahme, um das Ziel der Rehabilitation
zu erreichen oder zu sichern.
Die Rehabilitationsziele orientieren sich im Sinne
der ICF an dem gesamten Lebenshintergrund des
Betroffenen. Die gesetzlichen Kostenträger übernehmen
Rehabilitationssport ergänzend zu medizinischen
Maßnahmen und im Anschluss an diese, im Rahmen
der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie
auch im Rahmen der Leistungen zur Teilhabe am Leben
in der Gemeinschaft.

 

Ziele des Rehabilitationssports

Ziel des Rehabilitationssports ist, Ausdauer und Kraft
zu stärken, Koordination und Flexibilität zu verbessern,
das Selbstbewusstsein zu stärken und Hilfe zur
Selbsthilfe zu bieten. Die eigene Verantwortlichkeit
des Menschen für seine Gesundheit soll gestärkt
werden sowie ihn zu motivieren und in die Lage zu
versetzen, langfristig selbstständig und eigenverantwortlich
Bewegungstraining durchzuführen.

 

Für wen ist Rehabilitationssport geeignet?

Rehabilitationssport wirkt mit den Mitteln des Sports
und sportlich ausgerichteter Spiele ganzheitlich und
richtet sich an Menschen, die über die notwendige
Mobilität sowie physische und psychische Belastbarkeit
für Übungen in der Gruppe verfügen.

 

Dauer und Umfang des Rehabilitationssports

In der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt der
Leistungsumfang des Rehabilitationssports in der Regel
50 Übungseinheiten, die in einem Zeitraum von
18 Monaten in Anspruch genommen werden können.
Das bedeutet, dass Sie dem Patienten eine Verordnung
über 50 Therapieeinheiten ausstellen können. Kommt
der Patient 2x pro Woche zum Rehasport ist die Verordnung
nach ca. ½ Jahr aufgebraucht.